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Der Arnold Rikli-Preis

Mit dem Arnold Rikli-Preis werden international alle in der Photobiologie vertretenen wissenschaftlichen Fachbereiche angesprochen, die sich mit den Wirkungen der optischen Strahlung auf den menschlichen Organismus befassen. Forschungsarbeiten, die sich mit diesem Thema beschäftigen, kommen für die Vergabe des Arnold Rikli-Preises in Frage. Der interdisziplinäre Charakter des Arnold Rikli-Preises zeigt sich in den unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen wie Medizin, Epidemiologie, Physik oder Meteorologie, denen die bisherigen Preisträger angehören.

Die Bewerbungen werden von einer unabhängigen wissenschaftlichen Jury beurteilt. Neben einer allgemeinen Bewertung der Forschungsprojekte werden von den einzelnen Juroren, voneinander unabhängig, Praxisbezug und klinische Bedeutung, Originalität und Aktualität, wissenschaftliches Interesse, Methodik sowie die Präsentation mit Hilfe eines Punktesystems beurteilt

Das Jurorengremium setzt sich zusammen aus den international anerkannten Experten:

Der Arnold-Rikli-Preis - Juroren

v.l.n.r.: Jörg Wolff,
Prof. Hermann Brenner,
Dr. Rolfdieter Krause,
Prof. Christiane Bayerl,
Dr. Peter Bocionek,
Prof. Stephan Völker,
Klemens Wressnig,
Prof. Jörg Reichrath

  • Frau Professor Dr. med. Christiane Bayerl, Wiesbaden
  • Herr Professor Dr. med. Hermann Brenner, Heidelberg
  • Herr Dr. med Rolfdieter Krause, Berlin
  • Herr Professor Dr. med. Jean Krutmann, Düsseldorf
  • Herr Professor Dr. med. Andreas Michalsen, Berlin
  • Herr Professor Dr. med. Jörg Reichrath, Homburg
  • Herr Professor Dr.-Ing. Stephan Völker, Berlin

 

Bewerbungen für den 17. Arnold Rikli-Preis 2015 können bis zum 31. März 2016 unter folgender Adresse eingereicht werden:
Dr. Peter Bocionek, c/o JW Holding GmbH
Kölner Str. 8
D-70376 Stuttgart, Germany

 

 

 

Die Preisverleihung des Arnold Rikli-Preises 2014

Der Arnold-Rikli-Preis - Preisverleihung 2014

v.l.n.r. Dr. Peter Bocionek,
Vertreter der Jörg Wolff Stiftung
Professor Dr. med. Thomas Tüting,
Arnold Rikli-Preisträger 2014
Klemens Wressnig,
Geschäftsführer der JW Holding GmbH,
Stuttgart

Die Verleihung des 16. Arnold Rikli-Preises erfolgte am 22.05.2015 anlässlich des DAfP-Symposiums in Aachen.

Preisträger des Arnold Rikli-Preises 2014 ist Herr Professor Dr. med. Thomas Tüting, Universitätsklinikum Bonn, Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie.

Ausgezeichnet wurde seine Arbeit mit dem Thema: „Ultraviolet-radiation-induced inflammation promotes angiotropism and metastasis in melanoma“.

Als Folge UV-induzierter Entzündungsreaktionen in der Haut wird die zelluläre Immunität unterdrückt, was die reaktive Proliferation und Migration von UV-geschädigten Melanozyten fördert. In einem speziellen Mausmodell führen wiederholte Bestrahlungen von primären Melanomen mit sonnenbrandwirksamen UV-Dosen zu einer Steigerung der Metastasierung unabhängig von der, die durch den Tumor ausgelöst wird. Insbesondere wird die Ausbreitung von Melanomzellen entlang der Oberfläche von Blutgefäßen verstärkt und die Zahl der Metastasen in der Lunge erhöht. Die Arbeit eröffnet neue Möglichkeiten, die komplexen molekularen und zellulären Mechanismen zu studieren, die die gegenseitigen Wechselwirkungen von Melanom-, Endothel-, und Immunzellen in Primärtumoren steuern. Darüber hinaus bieten die in der Arbeit entwickelten Migrations- und Invasionsassays neue experimentelle Werkzeuge, um neue Behandlungsstrategien zur Minderung der Metastasenbildung darzustellen.

 

Die bisherigen Arnold Rikli Preisträger:

Folgende Forschungsarbeiten wurden bisher mit dem Arnold Rikli-Preis ausgezeichnet:

2014
T. Tüting (Bonn, Deutschland)
Ultraviolet-radiation-induced inflammation promotes angiotropism and metastasis in melanoma

2013
T. Haarmann-Stemmann (Düsseldorf, Deutschland)
Rolle des Aryl-Hydrokarbon-Rezeptor (AhR)-Signalweges bei der Reaktion der Haut auf UVB- Strahlung.

2012
S. Emmert (Göttingen, Deutschland)
DNS-Reparatur, Photokarzinogenese und neue phototherapeutische Ansätze.

2011
C. Suschek (Düsseldorf, Deutschland)
Whole Body UVA Irradiation Lowers Systemic Blood Pressure by Release of Nitric Oxide From Intercutaneous Photolabile Nitric Oxide Derivates

2010
J. Schauber (München, Deutschland)
Regulation der angeborenen Immunabwehr der menschlichen Haut durch UV-Phototherapie über die Aktivierung des Vitamin D3 Metabolisumus

2009
J. C. van der Leun (Utrecht, Niederlande)
Climate change and skin cancer

2008
C. Jantschitsch (Kiel, Deutschland)
Infrared radiation confers resistance to UV-induced apoptosis

2007
T. Maisch, J. Baier, B. Franz, M. Maier; M. Landthaler, R-M. Szeimies; W. Bäumler (Regensburg, Deutschland)
The role of singlet oxygen and oxygen concentration in photodynamic inactivation of bacteria

2006
J. Reichrath (Homburg/Saar, Deutschland),
Balance between risks of vitamin D deficiency and skin cancer.

2001
R. Krause (Berlin, Deutschland),
The role of UV light in cardovascular risk

1998
C.F. Garland, F.C. Garland und E.G. Gorham (San Diego, USA),
UV light and vitamin D in human health, epidemiological exploration

1995
D.E. Brash (Yale, USA),
p53 und photocarcinogenesis

1992
A. Falkenbach (Frankfurt/Main, Deutschland),
UV-Exposition zur Gesunderhaltung

1991
H. Meffert und H.-P. Scherf (Berlin, Deutschland), Systemische Photoeffekte

1990
J. Krutmann (Freiburg, Deutschland),
Photoimmunology

1989
M.F. Holick (Boston, USA),
Vitamin D photosynthesis
Unterstützungspreise: E. Lembke (Kartzow, Deutschland) und P. Lehmann (Düsseldorf, Deutschland)

 



Bildlegende oberes Foto v.l.n.r:
Prof. Dr. Heinrich Kaase, Physiker (Lichttechnik), Berlin
Prof. Dr. Michael F. Holick, Endokrinologe, Boston (USA)
Prof. Dr. C. Suschek, Preisträger 2011, Düsseldorf
Jörg Wolff, Preisstifter Jörg Wolff Stiftung, Stuttgart

 

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