5 Akteure aus 3 Generationen stellen sich vor

Diese Menschen machen sich auf den Jakobsweg für einen guten Zweck

Dürfen wir vorstellen? Dies sind die Menschen, die sich auf diese unglaubliche Herausforderung einlassen. Fangen wir mit dem Mann mit der größten Erfahrung an:

Werner Kühnle

Name: Werner Kühnle

Jahrgang: 1948

Beruf: Pensionär

Hobbies: Rennrad fahren und Wandern

Persönliches Lebensmotto: “Nach vorne schauen und durchhalten”

Foto: Werner Kühnle, Jakobstour 2019 – Endpunkt

Was verbindet Dich mit Westafrika? Zwischen den Jahren 1985 und 2006 habe ich 500 Reisen unternommen, hauptsächlich in die westafrikanischen Länder Sierra Leone, Guinea, Liberia, Côte d’Ivoire und Äquatorialguinea, aber auch in die meisten Golfstaaten. Das westafrikanische Land Benin habe ich allerdings noch nie besucht. Als Seelsorger in der Neuapostolischen Kirche wirkte ich für die Entwicklung der christlichen Religion in diesen Ländern.

Wie lange hast Du für die Planung dieser Charity-Tour gebraucht? Die Charity-Idee kommt von meinem Sohn Karsten. Ich selbst habe ungefähr 3 Monate an der Planung der Tour gearbeitet u.a. Streckenauswahl, Etappenziele, Logistik, und natürlich die eigentliche Tourbeschreibung, die viele spannende Insights gibt.

Wie viele Rennradkilometer bist Du in den letzten 10 Jahren gefahren? Gute Frage, es sind rund 60.000 km.

Was hat Dich zum Rennradfahren motiviert? Dies war bereits mein Hobby als Jugendlicher. Nach meiner krankheitsbedingten Berufsunfähigkeit 2006 half mir dann der Sport, wieder systematisch auf die Beine zu kommen.

Was treibt Dich ganz persönlich an, diese Jakobstour nochmals zu fahren? Zum einen die vielfältigen landschaftlichen und persönlichen Eindrücke der ersten Tour im Jahr 2019, ferner der Umstand, diese Tour nunmehr mit den drei Generationen auf dem Rennrad und einem der besten Freunde nochmals für einen guten Zweck zu fahren.

Karsten Kühnle

Und nun zu dem Mann mit der wahnsinnig-sozialen Idee: Karsten Kühnle!

Name: Karsten Kühnle

Jahrgang: 1973

Beruf: Anwalt

Hobbies: Klarinette spielen, Kochen, Windsurfen

Persönliches Lebensmotto: Heute ist mein bester Tag!

Foto: Karsten (links) zusammen mit seinem Vater

Was treibt Dich ganz persönlich an, diese Tour zu fahren? Der Wille, ganz konkret zu helfen. Wer einmal gesehen und gespürt hat, welche Freude, Begeisterung und welchen Sprung an Lebensqualität Zugang zu frischem Trinkwasser oder auch die Möglichkeit eines Schulbesuchs auslöst, weiß, dass Hilfestellung über Grenzen hinweg ein Muss ist. Ebenso ist die Unterstützung der Menschen in der Ukraine Gebot der Stunde.

Was verbindest Du mit dem westafrikanischen Land Sierra Leone? Ich hatte das große Glück als junger Erwachsener in den Jahren 1993, 1994 und 1996 vor Ort zu sein, um bei verschiedenen Hilfsprojekten mitzuwirken. Meinen örtlichen Führerschein bewahre ich immer noch als Andenken auf. Zusammen mit meiner Frau und unseren Kindern spenden wir seit einigen Jahren in der Regel einen oder zwei Trinkwasserbrunnen pro Jahr.

Spendest Du selbst auch für die Charity Tour? Auf jeden Fall und von Herzen gerne. Die erste Spende in Höhe von 8.264,- € habe ich bereits auf das Spendenkonto bei Human Aktiv überwiesen. Dabei habe ich mich von dem Tour-Motto “4 x 2.066 km” inspirieren lassen und daraus “4 x 2.066 €” gemacht.

Wie kamst Du auf die Idee dieser Charity Tour? Paul, mein ältester Sohn, ist die Strecke 2019 mit meinem Vater zum ersten Mal gefahren. Bereits in 2020 wollten wir die Tour als Charity Tour – damals ausschließlich für Brunnen- und Schulbauprojekte in Westafrika – fahren. Dann kam Corona. Heute, in 2022, kann niemand jemals das Leid der Menschen in der Ukraine ignorieren, weshalb wir uns entschieden haben, das Spendenaufkommen hälftig zu verwenden.

Wie erfolgt die Spendenverteilung? Wie gesagt, werden sämtliche Spenden hälftig für Hilfsprojekte in der Ukraine und Brunnen- und Schulbauprojekte in Westafrika, konkret, Sierra Leone, Liberia, Guinea und Benin, verwendet. Ganz wichtig: Sämtliche Spenden werden zu 100% dem Spendenzweck zugeführt. Es erfolgt kein Abzug von Verwaltungskosten, was großartig ist.

Paul Kühnle

Nun zur Jugend, der so oft nachgesagt wird, sie interessiere und engagiere sich nicht. Ein Vorurteil, das auf die heutigen Jugendlichen keinesfalls zutrifft – ganz besonders nicht auf Paul und Caspar Kühnle. Fangen wir mit dem Älteren an: Paul Kühnle!

Name: Paul Kühnle

Jahrgang: 2004

Beruf: Schüler, Klasse 12

Hobbies: Kitesurfen

Foto: Paul am Ziel seiner ersten Jakobstour per Rennrad im Jahre 2019

Was treibt Dich ganz persönlich an, diese Tour zu fahren? Ich möchte einen Beitrag dazu leisten, dass Menschen in Not geholfen wird. Außerdem freue ich mich, weite Teile der Strecke zum zweiten Mal zu fahren. Da sind die anstrengenden Bergetappen dann nicht mehr ganz so schlimm.

Du bist diese Tour in 2019 schon einmal gefahren – was ist deine schönste Erinnerung? Damals war ich gerade erst 15 Jahre alt und mit meinem Opa und seinem Freund Klaus als Begleitfahrer unterwegs. In Spanien war es oft über 40 Grad heiß, was echt anstrengend war. Der schönste Moment war die Ankunft in Santiago, wie man auf dem Foto sehen kann und auch die Messe am Abend um 22 Uhr damals war sehr bewegend nach all den Strapazen.

An welche Etappe erinnerst Du Dich besonders? Ich glaube, es war die 6. Etappe von Toulon-sur-Allier nach Felletin mit fast 155 km Distanz und fast 1.900 Höhenmetern. Ich wollte mehrfach aufgeben und das Rennrad am liebsten in den Graben schmeißen. Aber ich habe es geschafft, auch dank der Unterstützung meines Opas.

Du verzichtest für diese Charity Tour auf rund 4 Wochen deiner Schulferien – was sind deine Pläne für die restlichen zwei Wochen? Ich weiß es noch nicht genau, aber gerne würde ich noch zu meinen Großeltern an die Ostsee fahren.

Caspar Kühnle

Angespornt von seinem großen Bruder Paul wagt auch Caspar die extrem herausfordernde Tour und radelt als Jüngster ebenfalls für den guten Zweck.

Name: Caspar Kühnle

Jahrgang: 2007

Beruf: Schüler, Klasse 8

Hobbies: Fußballspielen, Rennradfahren, Windsurfen

Persönliches Lebensmotto: „..the only easy day was yesterday…”

Foto: Caspar während einer Radtour auf dem Vulkanradweg in Hessen.

Was treibt Dich ganz persönlich an, diese Tour zu fahren? Ich möchte meinen Vater bei seinem Hilfsprojekt unterstützen. Und natürlich freue ich mich auf die sportliche Herausforderung!

Fährst Du schon lange Rennrad? Ich war 8 Jahre alt, als ich mit meinem Opa (Werner), meinem Vater und meinem großen Bruder Paul von Passau nach Wien gefahren bin. Die Strecke betrug rund 330km und wir sind den Donauradweg gefahren. Jetzt bin ich 15 Jahre und wir fahren jeder 2.066 km um ans Ziel zu kommen.

Möchtest Du auch einmal nach Westafrika? Ich weiß noch nicht, vielleicht später einmal.

Was ist Deine Lieblingsspeise? Käsespätzle

Klaus Müller

Last but not least zu dem Mann, der als bester Freund von Werner Kühnle, die 4 Rennradfahrer begleitet, versorgt, motiviert und dafür sorgt, dass alle sicher ans Ziel gelangen.

Name: Klaus Müller

Jahrgang: 1951

Beruf: Pensionär

Hobbies: Fotografie, Tauchen, Reisen

Persönliches Lebensmotto: Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser. (Sokrates)

Foto: Klaus auf einer seiner Reisen

Was treibt Dich ganz persönlich an, diese Charity Tour zu begleiten?
Freundschaft, Nächstenliebe, Neues kennenlernen, …

Werner berichtete uns von vielen Touren, die ihr gemeinsam auf der ganzen Welt unternommen habt – welches sind deine schönsten Erinnerungen daran?
2017 Canada/USA, 2019 Armenien (Wandertour), 2020 Chile/Argentinien

Wie verbringst Du den Tag, während die Rennradfahrer auf dem Rad unterwegs sind?
Da gibt es immer mehr als genug zu sehen und zu tun. Beispielsweise müssen die Radfahrer immer wieder mit Trinkwasser oder anderer Kleidung versorgt werden. Gelegentlich wird auch ein Ersatzteil für das Rad benötigt. Dann versuche ich auch immer wieder ein paar Bilder von interessanten Motiven zu machen. Und schließlich kümmere ich mich um die Logistik, das heißt, herausfinden, wo man am Abend gut essen kann.

Was verbindet Dich mit Westafrika?
In den Jahren 1988 bis 1993 habe ich im Auftrag von Werner jährlich 4-6 Seminare in Sierra Leone gehalten. Die meisten davon tief im Busch unter einfachsten Verhältnissen. Dabei habe ich sehr viele interessante und sehr liebenswerte Menschen kennengelernt, die zum großen Teil noch dort leben. Ich habe mich in der Heimat dieser Menschen und bei ihnen immer sehr wohlgefühlt.

Die Akteure im Film

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