Der Arnold Rikli-Preis

Mit dem Arnold Rikli-Preis werden international alle in der Photobiologie vertretenen wissenschaftlichen Fachbereiche angesprochen, die sich mit den Wirkungen der optischen Strahlung auf den menschlichen Organismus befassen. Forschungsarbeiten, die sich mit diesem Thema beschäftigen, kommen für die Vergabe des Arnold Rikli-Preises in Frage. Der interdisziplinäre Charakter des Arnold Rikli-Preises zeigt sich in den unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen wie Medizin, Epidemiologie, Physik oder Meteorologie, denen die bisherigen Preisträger angehören.

Die Bewerbungen werden von einer unabhängigen wissenschaftlichen Jury beurteilt. Neben einer allgemeinen Bewertung der Forschungsprojekte werden von den einzelnen Juroren, voneinander unabhängig, Praxisbezug und klinische Bedeutung, Originalität und Aktualität, wissenschaftliches Interesse, Methodik sowie die Präsentation mit Hilfe eines Punktesystems beurteilt.

Der Arnold Rikli-Preis steht unter der Schirmherrschaft der Europäischen Gesellschaft für Photobiologie (ESP).

Das Jurorengremium setzt sich zusammen aus den international anerkannten

  • Frau Prof. Dr. med. Christiane Bayerl, Wiesbaden
  • Herr Prof. Dr. Rex Tyrrell, Bath (Großbritannien)
  • Herr Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Heering, Karlsruhe
  • Herr Dr. med. Rolfdieter Krause, Berlin
  • Herr Prof. Dr. med. Jean Krutmann, Düsseldorf
  • Herr Prof. Dr. med. Andreas Michalsen, Berlin
  • Herr Prof. Dr. med. Jörg Reichrath, Homburg
Jury-Sitzung 2018 in Stuttgart
v.l.n.r. vordere Reihe: Herr Prof. Heering, 
Frau Prof. Bayerl, Herr Prof. Tyrrell
v.l.n.r. hintere Reihe:
Herr Dr. Bocionek, Herr Prof. Reichrath, 
Herr Dr. Stange, Herr Wolff

Arnold Rikli-Preis 2019:

Die Ausschreibung für den 20. Arnold Rikli-Preis in Höhe von 10.000,- € finden Sie hier:

Bewerbungen können bis zum 31. Januar 2020 unter folgender Adresse eingereicht werden: 

Dr. Peter Bocionek
c/o JW Holding GmbH
Kölner Str. 8
D-70376 Stuttgart, Deutschland
E-Mail: peter.bocionek@jw-holding.de

Arnold Rikli-Förderpreis:

Im Jahr 2016 wurde erstmalig als Ergänzung zum Arnold Rikli-Preis der Arnold Rikli-Förderpreis in Höhe von 5.000,- € ausgeschrieben. Dieser richtet sich insbesondere an junge photobiologisch tätige Wissenschaftler im Alter bis 35 Jahren und wurde 2018 zum 2. Mal ausgeschrieben.

Die bisherigen Preisträger des Arnold Rikli-Förderpreises sind:

2016
Dr. Sonja Faßbender und Dr. Kevin Sondenheimer (Düsseldorf, Deutschland):
Keratinocytes Counteract UVB-Induced Pigmentation Via HIF-1alpha Activation

2018
Pilar Acedo Núñez (London, Großbritannien):
Tackling cancer stem cells via light-based therapies as a novel therapeutic strategy to improve pancreatic cancer outcomes

Die Preisverleihung des Arnold Rikli-Preises 2018

Die Verleihung des 19. Arnold Rikli-Preises erfolgte am 7. Juni 2019 anlässlich des Internationalen Symposiums „Biologic Effects of Light“ in Homburg/Saar.

Preisträger des Arnold Rikli-Preises 2018 ist Frau Dr. Jolien Robijns, Klinisches Forschungszentrum Limburg, Hasselt Universität (Belgien)

Ausgezeichnet wurden ihre Forschungsarbeiten zum Thema: „Photobiomodulationstherapie zur Vorbeugung und Handhabung akuter Radiodermatitis bei Krebspatienten“

Die Preisträgerin behandelte erfolgreich mittels der Photobiomodulation die Strahlen- bzw. Radiodermatitis, eine sehr häufige Nebenwirkung der Strahlentherapie bei Krebspatienten. Die Symptome der Radiodermatitis sind Erythem und Schuppung der Haut, wobei vier Schweregrade unterschieden werden. Bei der Photobiomodulation, die auch unter der Bezeichnung Low Level Light Therapie bekannt ist, wird Strahlung aus dem roten sichtbaren bis zum kurzwelligen infraroten Bereich (ca. 600 – 1300 nm) mittels Laser- oder LED-Geräte angewandt. Die wesentlichen Wirkungen der Photobiomodulation sind Stimulation der Wundheilung, anti-entzündliche und schmerzbefreiende Effekte. Frau Dr. Robijns führte u.a. eine randomisierte und placebo-kontrollierte klinische Studie an Brustkrebspatienten durch, bei der sie insbesondere bei höherem Schweregrad der Radiodermatitis den guten Erfolg der Therapie nachwies. Die Photobiomodulation reduziert signifikant das Auftreten von schwerer akuter Radiodermatitis, vermindert Schmerz und Beschwerden während und nach der Strahlentherapie und verbessert dadurch die Lebensqualität der Krebspatienten.

Preisverleihung, 7. Juni 2019
v.l.n.r: Herr Wolff (Preissponsor), Frau Dr. Robijns

Die bisherigen Arnold Rikli Preisträger

Folgende Wissenschaftler wurden bisher für ihre Forschungsarbeiten mit dem Arnold Rikli-Preis ausgezeichnet:

2018
J. Robijns (Hasselt, Belgien)
Photobiomodulation therapy for the prevention and management of acute radiodermatitis in cancer patients

2017
A. Kawasaki (Lousanne, Schweiz) und 
M. Münch (Berlin, Deutschland)
Acute non-visual light responses in patients and healthy controls

2016
L. Zastrow (Monaco) 
Free Radical Formation in Human Skin and Threshold Value: A New Universal Body Constant

2015
nicht vergeben

2014
T. Tüting (Bonn, Deutschland)
Ultraviolet-radiation-induced inflammation promotes angiotropism and metastasis in melanoma

2013
T. Haarmann-Stemmann (Düsseldorf, Deutschland)
Rolle des Aryl-Hydrokarbon-Rezeptor (AhR)-Signalweges bei der Reaktion der Haut auf UVB- Strahlung.

2012
S. Emmert (Göttingen, Deutschland)
DNS-Reparatur, Photokarzinogenese und neue phototherapeutische Ansätze.

2011
C. Suschek (Düsseldorf, Deutschland)
Whole Body UVA Irradiation Lowers Systemic Blood Pressure by Release of Nitric Oxide From Intercutaneous Photolabile Nitric Oxide Derivates

2010
J. Schauber (München, Deutschland)
Regulation der angeborenen Immunabwehr der menschlichen Haut durch UV-Phototherapie über die Aktivierung des Vitamin D3 Metabolisumus

2009
J. C. van der Leun (Utrecht, Niederlande)
Climate change and skin cancer

2008
C. Jantschitsch (Kiel, Deutschland)
Infrared radiation confers resistance to UV-induced apoptosis

2007
T. Maisch (Regensburg, Deutschland)
The role of singlet oxygen and oxygen concentration in photodynamic inactivation of bacteria

2006
J. Reichrath (Homburg/Saar, Deutschland),
Balance between risks of vitamin D deficiency and skin cancer.

2001
R. Krause (Berlin, Deutschland),
The role of UV light in cardovascular risk

1998
C.F. Garland, F.C. Garland und E.G. Gorham (San Diego, USA),
UV light and vitamin D in human health, epidemiological exploration

1995
D.E. Brash (Yale, USA),
p53 und photocarcinogenesis

1992
A. Falkenbach (Frankfurt/Main, Deutschland),
UV-Exposition zur Gesunderhaltung

1991
H. Meffert und H.-P. Scherf (Berlin, Deutschland), Systemische Photoeffekte

1990
J. Krutmann (Freiburg, Deutschland),
Photoimmunology

1989
M.F. Holick (Boston, USA),
Vitamin D photosynthesis
Unterstützungspreise: E. Lembke (Kartzow, Deutschland) und P. Lehmann (Düsseldorf, Deutschland)

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