Entwicklungshilfe in Westafrika

Die Jörg Wolff Stiftung in Stuttgart fördert Entwicklungshilfeprojekte zur Bekämpfung von Hunger und Krankheit in der Welt, speziell in Westafrika. Ebenso beteiligt sie sich an Bildungsprojekten, um Kindern die Chance auf eine bessere Zukunft zu geben. Seit 2004 wurden bereits 112 Projekte durch die Stiftung erfolgreich realisiert. 16 weitere Projekte werden in 2019 unterstützt.

In Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen vor Ort wurden Krankenstationen und Schulen gebaut und renoviert. Die Stiftung beteiligte sich an der Versorgung der Bevölkerung mit Hilfsgütern während des Bürgerkriegs in Westafrika. Brunnenprojekte versorgen ganze Dorfgemeinschaften mir reinem Trinkwasser.

Dabei arbeitet die Stiftung nach dem Grundsatz „Hilfe zur Selbsthilfe“. Die Menschen sind nicht Almosenempfänger, sondern Beteiligte am Aufbau einer verbesserten Infrastruktur

Entwicklungshilfe

Ebola-Hilfe

Ebola ist eine Viruserkrankung. Der aktuelle Ausbruch ist der größte, der jemals dokumentiert wurde. Bislang sind mehr Menschen erkrankt und gestorben, als in allen bisherigen Ausbrüchen zusammengerechnet. Noch gibt es keine Schutzimpfung gegen Ebola und auch keine Therapie mit der man Ebola ursächlich behandeln kann.

Bei der Verhinderung weitere Ebola-Infektion geht es deshalb um Aufklärung der Bevölkerung, die Einhaltung strenger Hygienemaßnahmen und die Isolierung der Ebola-Patienten von anderen.

Die erste Anfrage nach Unterstützung erreichte die Jörg Wolff Stiftung bereits im Mai 2014. Schon damals hatte sich das Virus in Guinea stark ausgebreitet. Spontan stellte die Stiftung Mittel für den Kauf von Desinfektionsmitteln, antibakterieller Seife, Chlorlösung und Schutzausrüstungen zur Verfügung.

Die Verteilung der Hilfsgüter an die örtliche Bevölkerung findet mit Unterstützung des Roten Kreuzes unter Beisein der örtlichen Behörden sowie Vertretern anderer Hilfsorganisationen statt.

Hungerhilfe in Westafrika – „Hungry and Needy“

In 16 Ländern dieser Welt wird die Ernährungssituation als sehr ernst bis gravierend be­schrieben. Hiervon betroffen ist insbesondere Afrika südlich der Sahara – mit extremen Folgen für die dort lebende Bevölke­rung (vgl. Welthunger-Index 2018). Hunger ist weniger ein Problem mangelnder Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln als vielmehr Folge einer ungleichen Verteilung von Lebensmitteln. Die Ursachen hierfür sind vielfältig und komplex: Krieg, Armut, ungünstige wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen, etc. Die Region Westafrika ist hiervon ebenfalls betroffen, so dass ein wichtiger Schwerpunkt der Stiftungsarbeit die Versorgung der Bevölkerung mit Grundnahrungsmitteln ist.

Seit Jahren unterstützt die Jörg Wolff Stiftung zahlreiche Entwicklungshilfe-Projekte in Westafrika und finanziert unter dem Motto „HUNGRY AND NEEDY“ die Hungerhilfe, die human aktiv – Das Hilfswerk der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland e.V. in den Ländern Elfenbeinküste, Guinea, Liberia und Sierra Leone leistet: Kranke, behinderte und benachteiligte Menschen, darunter Waisen- und sogenannte Straßenkinder, erhalten Nahrungsmittel, Medikamente und Hygieneartikel. Die Verteilung der Hilfslieferungen erfolgt durch die vor Ort tätigen Seelsorger der Neuapostolischen Kirche.

Hilfsgüterverteilungen in Westafrika:

Etliche Säcke Reis sorgen in einem Kinder- oder Altenheim in Westafrika über Monate hinweg für den Grundnahrungsbedarf. Auch einige Säcke Speisesalz sind hier unentbehrlich. Mehrere Kannen Öl – nicht kaltgepresstes Olivenöl, sondern landesübliches Palmöl – gewährleisten, dass auch regelmäßig warm gekocht werden kann. Außerordentlich hilfreich sind die Gaben für die Ausbildung, wie Schulhefte und Bücher etc. Auch Reinigungsartikel, wie Seifen, Zahnbürsten, Zahnpasta, Haarbürsten und vieles mehr werden ebenfalls dringend gebraucht. Wenn alles abgeladen und schön aufgereiht ist, strahlt es für die Ärmsten der Armen eine große Portion Lebenssicherheit und – wenn auch nur kurzen – Wohlstand aus.

Elfenbeinküste:

Lebensmittel und Hygieneartikel wurden an ein Waisenheim in Kokrenou (Yamoussoukro), eine Einrichtung in San-Pédro, die Kriegsopfer sowie HIV-Patienten beherbergt und eine Einrichtung in Toulépleu, in der Taubstumme leben, übergeben.

Guinea

Verteilung von Lebensmitteln und Hygieneartikel an Waisenkinder in Quet-Djiba, Bakama Lela und Mamou. In Lola wurden Sachspenden an ältere und verlassene Menschen übergeben, die während des Kriegs ihre Kinder und Enkelkinder verloren haben.

Liberia

In Liberia wurden drei Waisenheime besucht: das „Grace for Grace Orphanage“ in Saclepea, das „Faith Orphanage“ in Gbarnga und das „Love a Child Orphange“ in der Nähe der Landeshauptstadt Monrovia. Im Auftrag der Jörg-Wolff-Stiftung wurden Lebensmittel, Hygieneartikel und Schulmaterialien überreicht.a.

Sierra Leone:

Menschen mit Behinderungen in Nyandehun, eine Schule f ür Blinde in Kenema, Einrichtungen für Körperbehinderte in Pujehun und Port Loko, sowie die drei Waisenhäuser „Network for Children in Need Orphanage“, „Saviour of the World“ und „Children Redemption Orphanage“ in Freetown zählten zu den Begünstigten der „Hungry-and-Needy“-Maßnahmen in Sierra Leone.

human aktiv – Das Hilfswerk der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland e.V.

Mehr über die Arbeit von human aktiv erfahren Sie unter

Eine Spende in Höhe von 27.000 Euro überreichte Jörg Wolff (im Bild links) persönlich an Michael Ehrich, dem ersten Vorsitzenden von human aktiv – Das Hilfswerk der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland e.V.).

Schul- und Bildungsprojekte

Bildung schafft die Grundlage für ein eigenständiges, besseres Leben! 264 Millionen Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 17 Jahren haben weltweit keinen Zugang zu Bildung  (vgl. UNESCO-Weltbildungsbericht 2017/2018). Die Gründe hierfür sind vielfältig: Entweder leben die Kinder in konfliktreichen Regionen oder die Familien sind zu arm, um ihren Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen bzw. die Schulen sind überfüllt oder zu weit entfernt. Häufig müssen Kinder arbeiten, um das Überleben der Familie zu sichern – so bleibt keine Zeit für den Besuch einer Schule.

Die Jörg Wolff Stiftung engagiert sich für den Schulbau in Westafrika, um insbesondere ar­men und benachteiligten Kindern die Chance auf ein besseres Leben zu ermöglichen. So wurde z.B. durch die Stiftung der Bau einer Grundschule mit Kindergarten in Sierra Leone finanziert.

Shepherd Grundschule und Kindergarten in 
Mahera, Sierra Leone

Aus der Not, dass vielen, vor allem jüngeren Kindern, keine Schulausbildung zu Teil wurde, entstand im September 2003 eine einfache Grundschule mit Kindergarten in Mahera /Sierra Leone. In primitiven Hütten wurden 46 Kinder zwischen zwei und neun Jahre betreut und unterrichtet. Ein Behelf, der ohne ausreichendes und angemessenes Mobiliar eine beklagenswerte Unterbringung für die Kinder und Lehrer darstellte. Besonders in der Regenzeit war es sehr schwierig die Räumlichkeiten zu nutzen, so dass häufig der Unterricht ausfallen musste.

Mitte 2013 beschloss die Jörg Wolff Stiftung den Bau eines neuen Schulgebäudes im Umfang von 13.000 € zu finanzieren. Die örtliche Gemeinde vergrößerte den geplanten Schulbau und finanzierte dies aus Eigenmitteln. Der erste Bauabschnitt (Fundament und Außenmauer) wurde im März 2014 fertiggestellt. Durch den Ebola-Ausbruch 2014 und die damit verbundenen Probleme verlängerte sich die Bauzeit erheblich, so dass die Bautätigkeiten erst Anfang Mai 2015 abgeschlossen werden konnten.

Durch die Erweiterung des Schulgebäudes wurde das geplante Budget, trotz Eigenmittel der örtlichen Gemeinde, überschritten und für die Einrichtung wie Tische und Bänke war kein Geld mehr vorhanden.

Die Jörg Wolff Stiftung finanzierte im Frühsommer 2015 zur Freude der Kinder und Lehrer auch noch die nötigen Tische und Bänke. 120 Kinder können jetzt in der Shepherd Grundschule und Kindergarten in Mahera unterrichtet und betreut werden.

Un­sere Bildergalerie zeigt die neue Schule und ihre Einweihung.

Musikerziehung

Die Jörg Wolff Stiftung unterstützt seit Jahren Projekte zur Musikerziehung in Sierra Leone, Liberia, Guinea und Kamerun. Die Versorgung mit Musikinstrumenten wie Melodicas und Keyboards gehören ebenso dazu wir die Finanzierung der Unterrichte.

Die Geschichte von Moses Lamin, Priester in Sierra Leone, zeigt eindrucksvoll, dass die Förderung der Musikerziehung auch in von Not geprägten Ländern einen wertvollen Beitrag für ein besseres Leben leistet und im Extremfall sogar lebensrettend sein kann.

Im Bürgerkrieg in Sierra Leone kam der Priester Moses Lamin zwischen die Fronten. Die Rebellen unterstellten ihm, er habe mit den Regierungstruppen kooperiert. Moses Lamin beteuerte seine Neutralität als Priester und Chorleiter seiner Kirchengemeinde. „Das kann jeder behaupten. Wenn du das nicht beweisen kannst, erschießen wir dich“, war die Reaktion der Rebellen. In seiner Not packte Moses seine Melodica aus und spielte einen Kirchenchoral. Die Rebellen ließen ihn darauf hin unbeschadet weiter ziehen.

Musikalische Nachwuchsförderung in Nigeria:

Aufgrund der sozialen Lage und der schwierigen Infrastruktur sind die Möglichkeiten zum Musizieren sehr eingeschränkt. Geregelte Prozesse und eine verlässliche Kontinuität sind für die meisten Menschen unbekannt. Grundlegende Voraussetzungen für ein musikalisches Leben, wie Musikinstrumente und Musikschulen sind eine Seltenheit.

Mit den Mitteln der Jörg Wolff Stiftung konnte eine Stabilisierung und Verbesserung insbe­sondere der Chorarbeit erreicht werden. In mehrtägigen Seminaren wurden junge Teilneh­mer aus verschiedenen Bereichen Nigerias zu Tutoren bzw. Multiplikatoren für Dirigenten­schulen ausgebildet. Die Seminare vermittelten neben Notenlehre, Liedkunde und Dirigier­techniken wichtige Voraussetzungen für eine freudige Probenarbeit.

Heute gibt es große und leistungsfähige Chöre, die neben Locals auch anspruchsvolle Lie­der eindrucksvoll wiedergeben können.

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